Alle wollen zurück zur Natur.
Aber keiner zu Fuß.
Nachfolgend finden Sie eine Erklärung der wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit Medizin und Orthopädie.
Arthritis ist ein Überbegriff für meist schmerzhafte Entzündungen an Gelenken. Häufig ist Arthrose die Ursache einer Arthritis.
Arthrose ist Gelenkverschleiß. Kopf und Pfanne der Körpergelenke sind mit einer dämpfenden Knorpelschicht überzogen, die sie beweglich und gleitfähig hält. Durch Verletzungen, Entzündungen oder einfach durch Verschleiß kann diese schützende Schicht angegriffen und rau werden, im Endstadium sogar komplett abgebaut sein.
Bei der Arthroskopie wird durch einen kleinen Schnitt ein Endoskop mit einer Kamera in das zu behandelnde Gelenk eingeführt. Über diese Sonde können dann mögliche Schäden unmittelbar erkannt und auch behandelt werden. Medikamente und Instrumente gelangen über einen kleinen Zusatzschnitt direkt an ihren Einsatzort und können dann unter Sicht eingesetzt werden.
Das Arthrosurface ist ein Implantat welches in minimal-invasiver Technik zur Versorgung von lokalen (isolierten) Knorpeldefekten in allen großen Gelenken des menschlichen Körpers implantiert wird. Das Arthrosurface rekonstruiert die vollständige Anatomie des jeweiligen Gelenkes ohne die Biomechanik zu verändern.
Als eine Bankart-Läsion oder Bankart-Impression (Bankart´s lesion) wird eine spezielle Verletzung des Schultergelenkes bezeichnet, bei der die Gelenklippe des vorderen Pfannenrandes (Labrum glenoidale inferius, auch: Limbus glenoidalis) der Schultergelenkspfanne (Cavitas glenoidalis) teilweise oder subtotal abgerissen ist. Dies geschieht im Regelfall durch eine gewaltsame Schulterluxation (Ausrenkung) nach vorn bei einem Trauma.
mobiles Röntgengerät zur Durchleuchtung. So können ärztliche Instrumente präzise gesteuert und kontrolliert werden.
Bei der CT werden mittels Röntgenstrahlen Schichtaufnahmen des Körpers in verschiedenen Ebenen erstellt. Die Methode wird zum einen zur Diagnose und zur Planung eines Eingriffes eingesetzt. Zum anderen dient sie auch der Kontrolle der Behandlung selbst: Ein spezielles Kontrastmittel erlaubt es dabei, die Position ärztlicher Instrumente und anatomische Besonderheiten genau zu lokalisieren. So kann der Eingriff besonders präzise gesteuert werden.
Bei der Diskografie wird ein Kontrastmittel in die Bandscheibe gespritzt und anschließend ein Röntgenbild erstellt. Auf diese Weise lässt sich das Gewebe präzise abbilden und ein Schaden sichtbar machen. Zudem dient die Injektion der Sicherung der Diagnose: Der Patient sollte bei der Injektion exakt seinen bekannten Schmerz spüren ("Memory Pain").
Ein Endoskop ist ein Gerät, mit dem das Innere von lebenden Organismen, aber auch technischen Hohlräumen untersucht oder gar manipuliert werden kann. Ursprünglich für die humanmedizinische Diagnostik entwickelt, wird es heute auch für minimal-invasive operative Eingriffe an Mensch und Tier sowie in der Industrie zur Sichtprüfung schwer zugänglicher Hohlräume eingesetzt.
Spülung des Wirbelsäulen-Kanals. (s. a. Epiduroskopie)
Die Epiduroskopie ist eine Spiegelung des Wirbelsäulenkanals. Eine winzige Kamera an der Spitze eines Katheters erlaubt dabei einen direkten Blick auf Schädigungen in diesem Bereich. Zudem können über den Katheter Spülungen vorgenommen und entzündetes Gewebe mit Medikamenten behandelt werden.
Facettengelenksblockade (FAB, Wirbelgelenksblockade)
Degenerative Veränderungen in den kleinen Wirbelgelenken führen häufig
zu Druckempfindlichkeit und Bewegungsschmerzen.
Bei der Wirbelgelenksblockade wird dieser Schmerz gezielt ausgeschaltet,
um sicher zu gehen, dass der Verschleiß am Gelenk
tatsächlich die Ursache für den empfundenen Schmerz ist. Dazu werden
schmerz- und entzündungshemmende Stoffe über eine Sonde
und unter CT-Kontrolle exakt an das betroffene Gelenk gebracht. (siehe Facettengelenksblockade)
Dreiviertel aller Patienten mit Kniegelenkarthrose sind Frauen. In Europa sind über 14 Millionen Frauen gegenüber 5 Millionen Männern betroffen. In Zusammenarbeit mit vielen internationalen Firmen und ärztlichen Kollegen wurde eine neue Knieendoprothese entwickelt, die speziell auf das weibliche Geschlecht abgeschnitten ist. Die Knieendoprothese berücksichtigt mit ihrem Design speziell die weibliche Anatomie und sorgt so für einen verbesserten Sitz.
(siehe Arthroskopie)
Die Hüftarthroskopie ist ein Verfahren das zur minimal-invasiven Untersuchung und zur operativen Behandlung von Erkrankungen des Hüftgelenks dient. Die Hüftarthroskopie ist der Kniearthroskopie am Kniegelenk vergleichbar.
Beim Hüftgelenkersatz wird das Hüftgelenk z.B. durch eine Hüfttotalendoprothese ersetzt. Hierbei kann es sich um eine klassische Hüfttotalendoprothese, um die Implantation eines Kurzschaftes oder einer Hüftkappe handeln.
Während bei der Hüft TEP der Kopf und der Schenkelhals des Oberschenkelknochens entfernt werden, wird bei der Hüftkappe lediglich die Oberfläche des Gelenkkopfes entfernt und durch eine Metallkappe ersetzt.
Die Hüftkopfnekrose ist eine Erkrankung, die durch ein Absterben eines Teils des knöchernen Hüftkopfes gekennzeichnet ist. Meist ist eine verminderte Durchblutung als Ursache der Hüftkopfnekrose zu sehen.
Beim Hüftgelenkersatz wird das Hüftgelenk z.B. durch eine Hüfttotalendoprothese ersetzt. Diese wird nach der Operation als künstliche Hüfte bzw. Hüftprothese bezeichnet. Hierbei kann es sich um eine klassische Hüfttotalendoprothese, um die Implantation eines Kurzschaftes oder einer Hüftkappe handeln.
(siehe Intradiskale Elektrothermische Therapie)
Bei degenerativen Veränderungen im Bereich der Schulter bzw. des Schultereckgelenkes (AC- Gelenkes) kommt zu knöchernden Anbauten in diesem Bereich, sogenannte Osteophyten. Diese knöchernen Anbauten können den aubacromialen Raum weiter verengen und ständige Kontaktphänomene mit Muskeln und Schleimbeutel (Bursa) verursachen, mit daraus resultierenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, dem sogenannten Impingement Syndrom der Schulter.
Der englische Begriff Impingement beschreibt das Aufeinanderprallen zweier Gegenstände. Entsprechend geht es beim so genannten Impingement-Syndrom um die schmerzhafte Einengung eines Körpergewebes. Im Falle eines Impingements des Schultergelenks entstehen die Schmerzen aus einer Einengung der Schultersehnen mit einer Entzündung der Umgebung.
Das Einbringen von Flüssigkeiten oder Medikamenten in den Körper mit einer Hohlnadel (Injektionskanüle).
(siehe Periradikuläre Therapie)
Die thermische Bandscheibenfestigung ist ein Verfahren zur Behandlung
von verschleißbedingt strapazierten Bandscheiben
mit eingewachsenen Nerven. Dabei wird das weiche Gewebe im
Bandscheibenring durch Erhitzen gefestigt und zugleich die
neu eingewachsenen Nerven und Gefäße zerstört. So erhält die Bandscheibe
ihre Stabilität zurück und die Schmerzen werden gelindert.
Bei chronischen Reizungen im Bereich der Schulter, bzw. des Schultereckgelenkes (AC-Gelenk) kommt es zu Kalkeinlagerungen in diesem Bereich, welches jedoch bei ständiger Reizung selbst zu akuten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann.
Ein Katheter ist ein biegsames Instrument, das einem dünnen Schlauch ähnelt. Er kann mit verschiedenen Zusatzgeräten wie Kameras oder Wärmesonden versehen sein. Je nach Ausstattung dient er der Beobachtung, der Injektion oder der Manipulation innerhalb des Körpers. Häufig kann ein Katheter eine offene Operation vermeiden helfen.
Die Kernspin-Tomografie ergibt ohne Eingriffe und ohne Röntgenbelastung Schnittbilder des Körperinneren. Dabei wird ein magnetisches Feld angelegt, das Aufschluss über den Wassergehalt des untersuchten Gewebes gibt. So kann z.B. der Grad des Verschleißes einer Bandscheibe oder des Knorpelüberzuges im Gelenk dargestellt werden.
Knie TEP ist die Abkürzung für Knietotalendoprothese (KTEP). Eine Knie TEP oder auch KTEP stellt einen Ersatz des natürlichen Kniegelenkes dar.
Bei der Knochendichtemessung wird der Mineralgehalt der Knochen an einer repräsentativen Stelle (Unterarm oder Wirbelkörper) gemessen und mit dem durchschnittlichen Alterswert verglichen. Anhand der Messdaten kann in Abhängigkeit von körperlichen Beschwerden, Vorerkrankungen und dem Alter des Patienten eine Osteoporosetherapie erarbeitet werden.
Behandlungsformen, die ohne Eingriff auskommen. Zum Beispiel: Krankengmnastik, Physikalische Therapie, Schmerz stillende Spritzen oder orthopädisch-technische Hilfsmittel wie Korsette.
(siehe Perkutane Laser-Diskusdekompression)
Der Begriff "minimal-invasiv" beschreibt medizinische Methoden, die mit einem möglichst geringen Eingriff auskommen. Meist kommt dabei ein schlauchförmiger Katheter - also eine Sonde mit oder ohne Kamera - zum Einsatz, der durch einen kleinen Schnitt in Körperhöhlen eingeführt wird und dort direkte oder indirekte Beobachtungen und Behandlungen erlaubt. Bei minimal-invasiven Eingriffen haben Patienten meist keine Narbenbildung und nur sehr geringe Risiken zu befürchten.
Bei der Orthokin(R)-Therapie produzieren die Blutzellen des Patienten den Wirkstoff gegen die Arthrose selbst. Häufig ist Arthrose von Entzündungsprozessen begleitet, die den Gelenkverschleiß voran treiben und Schmerzen auslösen. An diesen Entzündungen sind bestimmte Botenstoffe des Immunsystems beteiligt, vor allem das so genannte Interleukin-1, kurz IL-1. In der Regel herrscht im Körper ein Gleichgewicht zwischen diesem Botenstoff und seinem natürlichen Gegenspieler, dem IL-1Ra ("Ra" steht für "Rezeptor-Antagonist", der Hemmstoff verhindert also, dass der Körper auf IL-1 reagiert). Arthrose-Patienten haben jedoch meist zu wenig von diesem Gegenspieler im betroffenen Gelenk. Bei der Orthokin-Therapie wird deshalb das Patienten-Blut mit einer speziellen Spritze entnommen, deren Innenseite die Blutzellen zur Produktion des gewünschten IL-1-Gegenspielers anregt. Anschließend wird der Wirkstoff im Labor etwa 100fach angereichert und schließlich dem Patienten in sechs bis acht Portionen im Abstand von jeweils einer Woche hochsteril in das betroffene Gelenk gespritzt. Die Firma, die das Verfahren entwickelt hat, nennt den angereicherten Hemmstoff "Orthokin".
Die Osteoporose ist eine Entkalkung der Knochen. Bei der Krankheit, von der vor allem Frauen ab den Wechseljahren, aber auch ältere Männer betroffen sind, wird den Knochen kontinuierlich Kalzium entzogen. Dadurch werden sie schwach und brüchig. Gründe für die Krankheit sind einerseits Veranlagung, andererseits jedoch auch eine falsche Lebensweise mit wenig Bewegung, falscher Ernährung und zuviel Zigaretten- und Alkoholkonsum.
Nervenreizungen im Bereich der Hals- oder Lendenwirbelsäule bewirken oft starke, hartnäckige Schmerzen. Diese Schmerzen können mit der Periradikulären Therapie behandelt werden. Über eine Injektionsnadel wird dabei der gereizte und entzündete Nerv mit einer Wirkstoffkombination umspült. Die präzise Ausrichtung der Nadelspitze wird nach Gabe eines Kontrastmittels z.B. computertomografisch überwacht.
Bei einer krankhaften Veränderung der Bandscheibe kann Gewebe austreten und auf einen Nerv drücken. Bei der computergesteuerten Bandscheiben-Operation mit Lasersonde wird unter computertomografischer Kontrolle die Lasersonde über eine spezielle Kanüle direkt in die Bandscheibe eingeführt. Das Bandscheibengewebe wird vorsichtig teilweise verdampft bzw. abgetragen, eingewachsene Nervenenden werden verödet und die Bandscheibe insgesamt etwas geschrumpft Es kommt dadurch zur Druckentlastung des schmerzenden Nerven. Durch eine Testinjektion in die Bandscheibe (Diskografie) wird zuvor sicher gestellt, dass die Schmerzen tatsächlich von einer geschädigten Bandscheibe ausgehen.
Bei der Physikalischen Therapie sollen die körpereigenen Heilkräfte durch die Anwendung physikalischer Faktoren mobilisiert werden. Zu diesen Faktoren gehören zum Beispiel Wärme und Kälte, Ultraschall- oder Elektrotherapie.
(siehe Perkutane Laser-Diskusdekompression)
siehe Periradikuläre Therapie
Die Schmerzkatheter-Behandlung nach Prof. Racz dient zur Behandlung von schmerzenden Veränderungen im Bereich des Wirbelsäulenkanals. Dabei wird durch eine natürliche Knochenöffnung im Steißbein ein spezieller Katheter in den Wirbelkanal eingeführt. Diesen platziert der Arzt unter Röntgenkontrolle exakt an der entzündeten und eingeengten Stelle des Nerven. Dort werden über den Katheter verschiedene Entzündung hemmende, Schmerz stillende und Narben lösende Substanzen direkt an den Ort des Schmerzes gebracht. Zusätzlich wird mit konzentrierter Kochsalzlösung das umliegende Gewebe entwässert und geschrumpft, damit es nicht mehr auf den Nerven drücken kann.
(siehe Racz-Katheter)
(siehe Injektion)
Genauso wie Lichtstrahlen können auch Schallwellen durch Linsen gebündelt werden. Auf diese Weise kann der Schall zu einer Stoßwelle gebündelt werden, die sehr starke Kräfte ausüben kann. Bei der Stoßwellentherapie wird die Stoßwelle eingesetzt, um diese Kräfte im Körperinneren einzusetzen. Häufig geschieht das bei der Zertrümmerung von Nierensteinen, jedoch können seit jüngerer Zeit auch Verkalkungen in den Weichteilen von Schulter oder Ferse damit behandelt werden.
(siehe Intradiskale Elektrothermische Therapie)
(siehe Thermosonden-Behandlung der Wirbelgelenke)
Steht eine degenerative Veränderung eines Wirbelgelenks als Ursache für den Rückenschmerz fest, kann eine Hitzesondenbehandlung der Wirbelgelenke durchgeführt werden. Unter CT-Kontrolle bringt man eine Thermosonde in den Bereich der schmerzenden Nervenfasern. Daraufhin wird der Nerv zur Kontrolle kurz stimuliert, bevor ein örtliches Betäubungsmittel gegeben und die Sondenspitze erhitzt wird. Auf diese Weise wird ein kleiner Bereich verödet, so dass die Leitung der Schmerzfasern unterbrochen wird.
Epiduroskopie (s.o.) über einen Zugang im Steißbein. ("Cauda" ist lateinisch für "Steißbein", daher heißt transcaudal wörtlich "durch das Steißbein").
(siehe Facettengelenksblockade)